Theaterfigurenmuseum und Figurentheater nehmen Gestalt an

Pressemitteilung Lübeck, den 21.10.2019

Pressemitteilung Lübeck, den 21.10.2019  - Theaterfigurenmuseum und Figurentheater nehmen Gestalt an

kolkansicht

Nach Architektenwettbewerb und Vorstellung im Gestaltungs- und Welterbebeirat überzeugt der überarbeitete Entwurf das Preisgericht in einer erneuten Sitzung

kleine Petersgrube

Der im November 2017 prämierte Wettbewerbsentwurf „Räume für Theaterfiguren im Kolk“ der Lübecker Architekten Konermann und Siegmund wurde infolge der Erweiterung des Bauvorhabens um ein Grundstück in der Pagönnienstraße, einen Verbindungsgang unter der Kleinen Petersgrube sowie Vorgaben der Denkmalpflege zu den historischen Brandwänden überarbeitet. Die konstruktiven Anregungen des Gestaltungs- und Welterbebeirates wurden von den Architekten in einem überarbeiteten Entwurf aufgenommen und ha-ben sowohl das Sachverständigengremium als auch die Jury überzeugt.
Zum Zeitpunkt des Wettbewerbs waren die beiden Institutionen Museum und Theater noch klar getrennt und hatten jeweils eigene Eingangsbereiche. Mittlerweile sind beide organisatorisch und funktional zusammen-gefasst, so dass es nur noch eine Adresse mit Haupteingang und Foyer in dem historischen Gebäude Kolk 14 geben wird.

querschnitt richtung Petrikirche

Das Museum wird jetzt durch eine Verbindung unter der Kleinen Petersgrube erreicht. Dadurch wird die Besucherführung wesentlich verbessert und es werden durch den Wegfall von Doppelfunktionen im Museum wertvolle Ausstellungsflächen generiert. Auf der Theaterseite entsteht auf der neuen unteren Verbindungsebene ein großzügiger, 6m hoher Raum, der bis in das Erdgeschoß reicht und über großformatige Fassadenöffnungen belichtet wird. Dieses sogenannte „Forum“ bildet zukünftig das funktionale und gestalterische Herzstück des gesamten Gebäudeensembles.

Querschnitt durch Kolk 18

Unmittelbar nach der Wettbewerbsentscheidung wurden die historischen Bauteile freigelegt und durch die Bauforschung untersucht. Dabei wurden u.a. mittelalterliche Wandmalereien im Gebäude Kolk 16 entdeckt, die besonders wegen ihres zusammenhängenden Umfangs von der Denkmalpflege als besonders wertvoll eingestuft wurden. Die Folge war eine grundlegende Neuordnung der Funktionen innerhalb der verschiedenen Gebäudeteile mit dem Ziel, alle historischen Brandwände bis auf wenige Ausnahmen nicht weiter zu perforieren, sondern wenn möglich nur bereits vorhandene Öffnungen zu nutzen und nicht mehr benötigte wieder zu verschließen. In letzter Konsequenz wurde dann die gesamte vertikale Erschließung aus den historischen Gebäudeteilen herausgenommen und in einen Neubau auf dem Grundstück Pagönnienstraße 1 untergebracht.
Alle denkmalgeschützten historischen Fassaden bleiben erhalten, verschlossene Öffnungen werden wieder-hergestellt. Die mehrfach veränderte Fassade Kolk 14 wird in ihren Ursprungszustand zurückgebaut.
Die beiden Neubauten nehmen das Motiv des roten Backsteins auf, der den Straßenraum des Kolks zusammen mit der hohen Petrikirchmauer eindrucksvoll prägt. Geplant ist dabei die Verwendung von alten Abbruchziegeln. Bei gleicher Materialität setzen sich die Neubaufassaden durch funktionsbedingte Form, Größe und Öffnungen von den historischen Gebäuden ab.

Ansicht des Modells Kolk 18

Das Eckgebäude nimmt Kubatur und Traufhöhe des Bestandsgebäudes auf und korrespondiert in seiner monolithischen Ausbildung als Ziegelbau mit den Nachbargebäuden und der gegenüberliegenden massiven Ziegelstützmauer von St. Petri. Gleichzeitig erlauben Bogenfenster Einblicke in das tiefer liegende als Souterrain ausgebildete Forum.
Durch die Enge des Straßenraumes haben die beiden großen Bogenfenster über Eck eine starke Präsenz und Anziehungskraft. Über diese Öffnungen wirkt das tiefliegende „Forum“ in den Straßenraum hinein. Die Bögen werden zum Schaufenster der neuen Institution.

Änderungen am Spielplan

Liebes Publikum! Achtung! Aus organisatorischen Gründen muss die Aufführung TROPFENVARIATIONEN am 30.11. 2019 entfallen! - Ein neuer Termin in 2020 wird gesucht!

Im Europäischen Hansemuseum ist zur Zeit der obere Fahrstuhl defekt! Sollten Sie einen Fahrstuhl benötigen, um in unsere Aufführungen zu kommen, bitte über Untertrave 1 anfahren.

Wir sind in unserem THEATER FIGUREN MOBIL zu erreichen.

Der Vorverkauf für das Adventsprogramm läuft!